Deafchess’s Blog

Gebloggt wird vornehmlich über das Gehörlosen-Schach, aber auch über andere verwandte Themen.

Eine E-Mail mit „Forderung“ erzielte positive Wirkung

Verfasst von deafchess am Juli 24, 2008

Nachdem ich gestern schön ausschlafen und mich am leckeren Radisson-Frühstücksbuffet bis 11 Uhr (!) bedienen konnte, erreichte mich eine E-Mail von unser frisch operierten Trainer Jerzy Konikowski in auf mein Notebook in mein Zimmer.

Er bat mich, meine Mitstreiter sollen seine Forderung nach einer 100%ige Punkteausbeute erfüllen! Um 12 Uhr war die anderen hier im Radisson-Hotel zum Mittagessen und überbrachte „leise“, aber bestimmt die Nachricht mit der Forderung von Jerzy.

Kein Aufmucken oder derartiges habe ich zur Antwort bekommen und das war gut so. Ich verabredete mit Trainer Heinz zur „Notebook-Diagnose“ gegen 13,30 Uhr in mein Zimmer, Bis dahin bin ich im Stadtzentrum spazieren gegangen mit dem Ziel, noch ein einfaches Einbein-Stativ für ruhige Videoaufnahmen meiner Digicam zu kaufen. Leider habe ich kein Erfolg gehabt und auf dem Rückweg habe ich eine Eiskugel mit Waffel für 3 Schweizer Franken, umgerechnet 3 Euro, gegönnt.

Die allgemeine Lebenshaltungskosten sowie Preise für Lebensmittel und eigentlich in alle Bereiche sind hier höher als in der guten Alten Heimat. Ja, der Durchschnitt-Schweizer verdient auch mehr als der Deutsche Bundesbürger.

Nun gut, ich war mit Heinz mitsamt sein Notebook in mein Zimmer und untersuchte nach Probleme der Zusammenarbeit der ChessBase-Produkte Fritz 11 und ChessBase 8 (ja, wirklich die Vorgängerversion und es tut seinen Zweckt fast genauso gut wie die neuere Version). Festgestellt habe ich, dass trotz der Einspielen der Updates vom ChessBase-Server nicht die Probleme gelöst werden konnte. Es ging um die Übergaben der Schachpartien von Fritz 11 nach der Analyse zu Chessbase 8 und dann noch mal zurück an Fritz 11, nein, es wollte zu Fritz 10 zurück und stoppte dann die weitere Programmausführung. Es ist ärgerlich und Heinz muss jedes Mal weiterhin ein Programm öffnen und schliessen und dann das andere Program….usw.. Eine Google-Recherche ergab keider keine Hilfestellung.

Nach knapp eine Stunde gingen wir in den Turnierraum und sahen eigentlich nur vorteilhafte Stellungen aus Deutscher Sicht. Dieter nach seinen Malheur von gestern wollte unbedingt das bereinigen und das tat er nach weitere Minuten mit Schwarz-Sieg (Französisch Verteidigung) gegen den Schottischen Spieler Robert Burnet. Das waren scon mal 33,3% der Jerzy-Forderung erfüllt.

Die Eröffnungswahl von Annegret hat mich etwas erstaunt und erfreut, denn sie spielte mit Schwarz gegen ihren Gegner Maciej Szalko aus Polen meine Lieblingseröffnung die Holländische Stonewall-Verteidigung. Sie kam recht solide aus der Eröffnung in das Mittelspiel, wo sie einige Komplikationen überstehen musste. Aber dann nach dem Übergang im Endspiel packte sie ihre „Trickkiste“ aus und lavierte ihren Gegner nach und nach in eine schlechtere Stellung. Das Ergebnis daraus war Materialgewinn eines Läufers gegen 2 Bauern. Es war nur noch eine Frage des technischen Umwandelns zu einen verdienten Siegpunkt. Die Jerzy-Forderung im Hinterkopf erfüllte sich nunmehr zu 66,7%!

Nun musste Rainer den Schlußpunkt holen gegen den John Simoes aus Portugal. Keine einfache Aufgabe für unser Gehörlosen-Großmeister, denn immerhin eine ELO-Zahl über 2000 besitzt der Portugiese. Leider konnten Heinz und ich die Partie nicht hautnah verfolgen und auch das „heranzoomen“ mit meine Digicam brachte keine Aufklärung um den Stand der Partie. Ich bat einige Spieler, die innerhalb der Spielraum, mal einen Blick auf diese Partie zu werfen und einen Urteil zu bilden. Schön war, dass ich gleich 3 Meinungen bekamen und alle gleichdeckend einer vorteilhaften Stellung für Rainer waren! Das war dann auch bis zum Schluß gegen 18 Uhr nach gut 5 Stunden Spielführung erfolgreich mit einen Sieg für Rainer ausgegangen!

Danach gingen wir gemeinsam mit einer sehr guten Stimmung zum Abendessen und wenn unser Jerzy diese Zeile liest mit Freude, dass wir wir ihn und seine Forderung heute „erhört“ und zu 1005 erfüllt! :-) Wir wollen natürlich in der 5.Runde bzw. in der 4.Runde (ich im Schach-Open) weiterhin versuchen, das beste zu geben.

Nach dem Abendessen, was sehr lecker war und gar kein Vergleich mit dem „verunglückten“ Sonntagabendessen, fuhren wir mit 9 Personen zur Belohnung nach Arbon am Bodensee, etwa 30 Minuten VW-Busfahrt entfernt. Es war ein herrlicher Spaziergang am Ufer entlang und am Hafen. Wir sind nach einer Stunde dann noch zum Standbad-Restaurant in der Nähe hingefahren. Auch dort war Stimmung, denn es wurde Live-Musik gespielt und wir genossen den Blick rüber nach Deutschland sowie nach Österreich. Nach fast 20 Jahren bin ich wieder am Bodensee und habe es fast vergessen, wie schön dort es ist.

Kurz vor 21.30 Uhr waren wir wieder in Sankt Gallen im Hotel Jägerhof eingetroffen und verabredeten zur Analyse der Partie von Rainer im Speisesaal. Die Partie von Rainer war sehr interessant aus strategischer Hinsicht und wir, Heinz und ich, waren beeindruckt und lobten Rainer für dessen Spielführung. Wir haben dann noch eine Parie aus der Weltmeisterschaft der Blinden-Gehörlosen Schachspieler! Ja, ich habe es vergessen zu erwähnen und nicht nur ich bin beeindruckt, wie diese acht Teilnehmern, sieben Männer und eine Frau, in Sankt Gallen Schach um den Titel spielen.

Ausblick auf die nächste Runde:

Rainer spielt gegen David Guy aus Wales mit sicherlich Siegchancen und auch Dieter gegen den sympathischen jungen Engländer Christher Kreutzer wird es haben. Annegret wird morgen ihre zweite „Mädchenpartie“ bestreiten gegen die 14 Jahre alte Fatima Muradova aus Aserbaidschan und hier sollte Annegret gute Chancen haben. Und mein Gegner ist der Londoner Philip Gardner und mit ihm habe ich schon einige Male die Klingen am Schachbrett gekreuzt mit dem Ergebnism dass ich ihn öfter besiegen konnte- Man könnte von einen Länderkampf Deutschlang gegen „Großbritannien“ (zwei Engländer und ein Wallaiser) reden, aber das gibt es in der realen Sportwelt nicht. Großbritannien ist ein Sammelbegriff der britischen Länder.

Hier sind Bilder aus dem Turnierraum und Arbon.

Offizielle Ergebnisse und Online-Partien zum Nachspielem bei chess08.com

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Fotos der Teilnehmern veröffentlicht

Verfasst von deafchess am Juli 23, 2008

Bei den Teilnehmerlisten auf der ICSC-Website sind die Fotos veröffentlicht. Interessant für die Leute unter Euch, wer hinter den Namen steckt!

Komisch, mich hat der Fotograf wohl vergessen?!

So sehe ich ais aus: hoyweb, der Blogger

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Unangemeldete „Dopingkontrollen“ und ihre Folgen…

Verfasst von deafchess am Juli 23, 2008

Kein Scherz, was die Überschrift für den Blogeintrag auf den gestrigen Tag betrifft, sondern sowas gibt es auch bei den Hörbehinderte Schachspieler! Es ging um das unerlaubtes Tragen von Hörgeräte im Wettbewerb wie zum Beispiel bei den Gehörlosen-Schacheinzelmeisterschaft und Schachopen in Sankt Gallen.

Betroffen waren 3 Spieler und davon musste leider unser Dieter bestraft werden! Wie konnte das passieren? Wer hatte „gepennt“? Dazu möchte ich hierzu meine Meinung äußern, dass natürlich jeder Teilnehmerin und Teilnehmer in diesen Wettbewerben selbst verantwortlich und nicht die Kapitäne. Natürlich dürfen Kapitäne kontrollieren und einer mindestens wird jetzt bis zum Schluß gründlich „prüfen“! Wen ich wohl meine, das sage ich jetzt nicht! ;o)

Dieter Jentsch gegen Jonas Paptackas (Litauen) 0 – 1 (so wurde im Ergebnis eingetragen, ob das richtig ist, sei dahingestellt!)

Maros Zajac (Slowakei) gegen Rainer Hoffmann 1 – 0

Alona Osypova (Ukraine) gegen Annegret Mucha 0 – 1

Schach-Open
Tvrtko Golemovic (Kroatien) gegen Olaf Hoyer 0 – 1

Zu den anderen Ergbnisse kann ich schreiben, dass Rainers Gegner unsportlich verhalten hat, indem dieser mindestens 4 Mal Remis angeboten bei der laufenden Uhr von Rainer! Nur leider hat Rainer nicht beschwert beim Schiedsrichter, sondern liess sich zu sehr ablenken und verlor.

Als dritter von den Deutschen Teilnehmern wurde ich schon nach knapp 3 Stunden mit einen Sieg fertig. Als Schwarzer hatte ich die klassische Holländische Stonewall-Verteidung gewählt und lange war es in Gleichgewicht, bis mein Gegner falsch bzw. schlecht abgewickelt in einen für mich gewonnenes Endspiel.

Am meisten musste Annegret in ihrer Partie nicht nur gegen die Ukrainierin Alona kämpfen, sondern fast ständig Wasser holen wegen zu großer und schwüle Hitze im Turnierraum. Das Thema „Klimaanlage“ im Turnierraum war ein Ärgernis für alle anwesende Teilnehmern und Zuschauer, aber weil leider es nicht gelang, die Türen und Fenster in den anderen Räume nicht geschlossen zu halten, sprang die Automatik der Kühlmaschinen nicht an! :-(

Dennoch konnte Annegret als Schwarzspielern ihre lange in Gleichgewicht Holländische (Leningrader VT.) Partie nicht nur halten, sondern auch gewinnen. Am Ende sah es so aus, dass ihre Gegnerin vor „Erschöpfung“ aufgab, denn in der Schlußstellung gab es noch Remischancen für sie. Nichtdestotrotz war es ein verdienter Sieg für sie, weil Annegret in der Schlußphase viele gute Züge ihre Gegnerin unter Druck brachte. Der Sieg zählt ja doppelt für sie, denn nun muss sie gegen 2 Gegnerinnen um die Mädchenwertung zu gewinnen!

Wir hatten ab 18 Uhr unser Abendessen im Hotel SAS Radisson eingenommen und dabei viel unterhalten über das Malheur von Dieter. Das Essen gestern und heute waren auf jeden Fall viel besser als beim ersten Abendessen.

Hinterher ging ich noch mit zur Analyse im Hotel Jägerhof und draussen vorm Hotel saßen die anderen bereit. Mit dabei war auch Vladimir Klasan aus Serbien, die Nummer 2 in der Rangliste bei den Männer mit der ELO von 2330. Er unterstützte uns bei den Analysen und zum Teil auch die Vorbereitung von Annegret, obwohl er morgen gegen den amtierenden Weltmeister Veselin Georgiev aus Bulgarien spielen muss.

Hier die Bilder von gestern auf meiner Mac-Webgallery zu sehen.

Und auch die Schweizer Schachfreunde haben erstmals Fotos veröffentlicht, hier zu sehen.

Heute werde ich wieder richtig schön lange schlafen und dann lecker frühstücken, denn man hat heute spielfrei und bis 11 Uhr ist das Buffet geöffnet! ;o)

Eventuell werde ich einige Videoaufnahmen machen und hier veröffentlichen. Die Jungs, Gregor Maier und Andrija Misic (mein „Fahrer“) sind tagtäglich bis 2 Uhr morgens an der Datenerfassung der Partien im ChessBase-Format, echt Klasse-Service! Das sage ich denen jeden Tag, weil ich mit meinen Bruder Axel und Alois Kwasny vor 2 Jahren bei der WM in Bad Malente gemacht habe und Lob hört man gerne…

Bis denne
Olaf

PS: Kommentare lese ich hier gerne und bin für jeden Hinweis, auch Fehlern! ;o)

EDIT: Namen nach Hinweis von Gregors Hinweis korrigiert, Dank an Gregor! ;-)

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In der St. Galler Presse über die GL-WM

Verfasst von deafchess am Juli 22, 2008

Das Tagblatt schrieb 2 Artikeln über die Gehörlosen-WM in St. Gallen.

Erster Artikel vom 17.Juli 2008.

Zweiter Artikel vom 21.Juli 2008.

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22.07.2008 – 11:02 Uhr

Verfasst von deafchess am Juli 22, 2008

Sorry Leute, dass ich gestern keinen Blog über den gestrigen Tag schrieb. Nein, ich bin nicht zu spät vom Gehörlosen-Zentrum Habsburg zurück gekommen, sondern bin über die „Stolperfalle“ WordPress-Plugin Chessnotator. Es stellt sich heraus, dass ich einen „Webserver“ (!) haben muss und kann es hier direkt bei WordPress nicht nutzen, schade. Vielleicht hat jemand aus der Heimat ne Idee?

Eine Gute Nachricht für Euch, die nicht nur die Ergebnisse lesen möchte, sondern die Partien nachspielen wollen: Unter dieser Adresse könnt Ihr es tun!

Nun zu den Ergebnisse von gestern:

Rainer Hoffmann gegen Vladimir Klasan (Serbien) 0 – 1

Marian Smatoc (Rumänien) – Dieter Jentsch 1 – 0

Annegret Mucha gegen Tomas Jankunas (Litauen) 0,5 – 0,5

Schach-Open

Olaf Hoyer gegen Barry David (England) 1 – 0

 

Kurze Eindrücke von den Partien aus Deutscher Sicht: Rainer hatte seine Partie in ein remisverdächtiges Endspiel trotz Minusbauer als letzter Spieler leider nicht halten können.

Dieter hatte in seiner kritischen Stellung zwischen 2 Zügen wählen müssen, einen unspekatulären und aussichtreichen sowie den scheinbaren und komplizierten Zug. Er wählte leider den falschen Zug und der Gegner konnte durch Schlupfloch noch entkommen und den Spiess umdrehen! 

Annegret hatte eine leicht besserstehendes Endspiel doch nicht mehr als ein Remis herausspielen können.

Mein Gegner Barry David aus England hatte sich gut und besser in meiner Eröffnung Colle-System als Schwarzer aufgestellt. Gewisse Passivität meiner Läufern half auf keinen Fall den Sieg, sondern der falsche von meiner Gegenseite brachte mir im Endspiel ein Bauernplus. Das war keine Glanzleistung von mir.

Die Paarungen der 3.Runde lauten

Maros Zajac (Slowakei) gegen Rainer Hoffmann

Dieter Jentsch gegen Jonas Patackas (Litauen)

Alona Osypova (Ukraine) gegen Annegret Mucha

Schach-Open

Tvrtko Golemovic (Kroatien) gegen Olaf Hoyer

 

Für Annegret ist das die erste Partie gegen ein Mädchen und wichtig für sie, dass sie heute punktet.

Hier sind die Bilder aus dem Turnierraum.

Am Abend waren wir im Gehörlosen-Center Habsburg in der Innenstadt von St. Gallen. Hier könnt Ihr die Fotos sehen.

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Liebe Schachfreunde!

Verfasst von deafchess am Juli 8, 2008

21.07.2008 – 11:25 Uhr

Der nächste Gegner von Annegret heißt Tomas Jankunas aus Litauen. Korrektur ist unten im Text bereinigt.

 

 

21.07.2007 – 09:03 Uhr

Die ersten Fotos von gestern sind hier veröffentlicht!

 

 

21.07.2008 – 00:16 Uhr

Die Paarungen der Deutschen Teilnehmer der 2.Runde stehen fest:

Marian Smatoc (Rumänien) gegen Dieter Jentsch

Rainer Hoffmann gegen Vladimir Klasan (Serbien)

Anegret Mucha gegen Tomas Jankunas (Litauen) (nicht in der offiziellen Teilnehmerliste enthalten, wird morgen aktualisiert)

Schach-Open

Olaf Hoyer gegen David Barry (England)

Nachbetrachtungen zur Anreise und Partien der 1.Runde

Annegret Mucha und unser „Ersatztrainer“ Heinz Rätsch sind gestern gut und mit Pausen per Auto in St. Gallen gegen 16 Uhr angekommen. Holger Mende, unser Leiter, mit seiner Partnerin sowie mit Rainer Hoffmann, Dieter Jentsch mit seiner seiner Frau sind mit dem „Sponsor-VW“ von Wolfsburg gegen 18 Uhr im St. Galler Hotel Jägerhof wohlbehalten angekommen.

Meine persönliche Anreise scheint trotz der Flugreise von Hannover nach Zurich, von dort aus per Auto weiter nach St. Gallen, der anstrengendste Teil zu sein. Warum? Noch gestern Vormittag habe ich im Büro gearbeitet und das war eigentlich nicht das schlimmste, denn ich hatte seit Donnerstag einen „fiesen“ Furunkel an der unangenehmsten Stelle, sprich am Sitzfleisch. Wenn ich gestern also mit dem Zug oder Auto die Anreise nach St. Gallen machen müsste, ich hätte wohl abgesagt! Aber zum Glück dauerte der Flug „nur“ 75 Minuten und die Sitze in der Swiss-Flugzeug waren angenehm weich.

Kurios war die Weiterreise per Auto ab Flughafen Zürich: Mein Fahrer „Andi“ und ich habe  erst nach 20 Minuten uns gefunden, weil er mich in der Flughalle auf mich gewartet hat und ich durch den „Spezialservice“ wie eine „VIP“ durch alle Kontrollen schneller durchgeschleust worden bin als erwartet schon draussen vor dem Eingang der Halle war. Nach 20 Minuten wollte ich schon eine SMS an Annegret schreiben mit der Bitte, den Organisationsleiter Gregor Meier zu informieren, dass ich bereit da wäre, entdeckte mich der Andi!

Nun kurz darauf im Auto fiel Andi ein, dass er unbedingt in seiner Züricher Wohnung noch was mitnehmen sollte und informierte mich. Ich sagte, dass sei kein Problem. Nur dauerte dieser Umweg weitere 30 Minuten, also die Fahrt in das 80 Kilometer weiter entfernte St. Gallen hat länger gedauert als der Flug! Das war aus meiner Sicht dennoch alles im Rahmen des „Erträglich“ abgesehen von meinen grässlichen Schmerzen…

Heute war es weniger schlimm mit meinen „Feind Furunkel“, denn die Schwellung ging Dank Johanniskrautöl recht schnell zurück.

Rainer hatte seiner Aussage nach keine Probleme mit seinem leichten Gegner aus Modawien gehabt. Dieter Jentsch hatte den italienischen Gegner offensichtlich immer im Grif gehabt.

Annegret hatte gegen den Elo-Favoriten aus der Uzbekistan in der Eröffnung nicht die optimalen Züge gefunden und kam nach dem Mittelspiel in der gegnerischen Schlußoffensive so sehr unter Beschuß, dass sie es aufgeben musste.

Mein Gegner Marco Grudina aus Itallien hatte ich vorher studiert im ChessBase und kam zum Schluß, dass er Probleme mit meiner „Geheimwaffe“ Skandinavisch hatte. Es verlief für mich nicht so, wie ich wollte: Marco spielte aggressiver und ich ging nativ in seine Falle rein und er ließ mir wider Erwarten gute Gegenchancen und mehr. Dann aber im Endspiel wollte ich zu viel als nur Remis und „erschoß“ mich auf dem Schachbrett. Schade, das wäre ein guter Startauftakt für mich gewesen—

Zur Bedenkspielzeit: Es wird nach FIDE gedspielt, also 90 Minuten für 40 Züge und der Rest in 30 Minuten gespielt, wobei nach jedem Zug 30 Sekunden (!) hinzugefügt wird!

Bei den Junioren sind die Mädchen (Annegret Mucha) mit den Jungen in einer Gruppe zusammen gefasst worden, weil nur 4 Mädchen angemeldet sind. Dadurch ergibt sich 11 Runden, aber es wird eine separate Mädchen-Wertung geben.

Soweit ich gesehen habe, werden Partien in ChessBase erfasst, aber ich habe keine Veröffentlichung auf der Website www.chess08.com gesehen….vielleicht kommt noch, morgen frage ich mal nach.

Allgemeine Informationen: Das Hotel, wo die Turniere stattfinden, biete an sich sehr gute Bedingungen, heißt SAS Radisson, http://www.stgallen.radissonsas.com/ , und das war es mir als Gast bietet, ist sehr gut. Aber mich stört sehr, wenn ich den Videotext nicht nutzen kann auf den LCD-Fernseher, weil es ausgeschaltet ist wegen „interaktiven“ Menü. sprich, es soll an die Hotelgäste die Videos on Demand verkauft werden. Würden wir ja gerne annehmen, wenn wenigstens hier die Untertitel angeboten werden! Die Schweizer Fernsehprogramme sind unter den Deafies in Deutschland bekannt, dass diese fast jeden Film in UT (Untertitel) ausstrahlen. Ich habe mich bei der Rezeption beschwert. Ob was bringt, glaube eher nicht…

Mein Zimmer ist erstklassig ausgestattet und sonst ist die Rezeption sehr hilfsbereit (Adapter für Strom unsonst bekommen). Das Frühstücksbüffet erinnert mich an die Mövenpck-Brunch, sehr lecker und reichhaltig.

Ich habe „nur“ das Halbpension gebucht, was mir vom schweizer Organisation angeboten war. Heute Abend das erste Mal probiert und war zutiefst enttäuscht: Es gab Flischbällchen  und sogenannte Kartoffelecken, beides so „überbacken“, dass es ungeniessbar war (sehr hart beim kauen). Vorher gab es eine Vorspeise, irgendwas mit Brühe mit Eierstich. Ich weiß nicht, ob ich morgen Abend da noch mal essen werde. 

Ja, das muss sein, gemeckere, aber sonst bin ich hier zufrieden! ;o) Zumal ich kostenlosen WLan-Zugang habe und was die Leute hier spitz kriegen, werden die bestimmt mir den ugang „sperren“! ;o)

Morgen bzw. heute werde ich weiter berichten und

Gute Nacht!

 

 

20.07.2008 – 17:54 Uhr

Die Spiele der 1.Runde sind beendet und hier sind die Ergebnisse der Deutschen Teilnehmern:

Alexei Ciuprun (Moldawien) (nicht wie unten beschrieben, Daniel Hadorn!) gegen Rainer Hoffmann 0 – 1

Dieter Jentsch gegen Mirko Pasquotto (Italien) 1 – 0

Sirojiddin Zaynidinov (Uzbekistan) gegen Annegret Mucha 1 – 0

Schach-Open

Marco Grudina (Italien) gegen Olaf Hoyer 1 – 0

Die Paarungen der nächsten Runde sowie eine Nachbetrachtung auf die Anreise und der gespielten Partien.

 

 

19.07.2008 – 23:30 Uhr

Liebe Schachfreunde,

dies ist mein Erster Blog und zur Zeit bin ich bei der Schach-Einzelweltmeisterschaft der Gehörlosen in St. Gallen. Ich selbst spiele im Schach-Open mit.

Jetzt kurz vor der 1.Runde ab 13.30 Uhr sind die Paarungen der Deutschen Spieler bekannt:

Pasqutto gegen Dieter Jentsch

Daniel Hadorn gegen Rainer Hoffmann

Zaynidinov Sirojiddin gegen Annegret Mucha

Marco Grudina gegen Olaf Hoyer

Die Ergebnisse der Deutschen werden nach jeder Runde bekannt gegeben.

 


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